Die Hybrid-Pflanzen-Sauerei

... des einen Freud, des andren Leid. Die einen sind die Schlauen, die anderen die Dummen. Wer ist wer? Es ist das selbe wie im Zoo - entscheidend ist auf welcher Seite man steht. 

Zuerst müssen wir jedoch klären was eine Hybrid-Pflanze ist. Hybrid ist laut Wikipedia etwas gekreuztes, gebündeltes oder gemischtes. Bei Autos, Baustoffen etc. ist das ja super, denn so werden Synergien genützt und bietet einen echten Vorteil. Bei Hybrid-Pflanzen ist es nicht ganz so. Also Vorteile bieten sie schon aber nicht für die Verbraucher. Hybrid-Pflanzen werden aus zwei Inzuchtlinien gezüchtet und bringen schnell viel Ertrag und dann? Dann ist Schicht im Schacht, Feierabend. Das ist wie beim Ochsen. Vermehrung gibts nicht.

 

Wenn man eine Tomate als Beispiel nimmt ist es recht eindrücklich. Eine Tomate beherbergt 20 bis 30 Kerne und wenn man die aus einer vollreifen Tomate entfernt könnte man diese trocknen und im nächsten Jahr neue Setzlinge ziehen. Wenn man dabei 10 Pflanzen durchbringt ist das schon mal nicht schlecht. Schlecht allerdings für Monsanto, DuPont, Bayer, Pioneer und Co. denn die verkaufen so weniger, ihr macht euch eure Samen ja selbst. 

 

Viel besser ist es, den Konsumenten und vor allem den Bauern Hybriden anzudrehen. Denn wenn man versucht eine Hybrid-Pflanze zu vermehren erhält man nicht die Mutterpflanze sondern einen Mischling der nichts kann. Und so muss das Saatgut wieder und wieder gekauft werden was wiederum super für die Hersteller ist.

 

Hybrid-Saatgut ist billiger, wächst schneller, trägt mehr und führt zum einen in eine gefährliche Verarmung an Vielfalt - wem ist schon mal aufgefallen, dass es im Supermarkt nur noch ein paar Sorten Äpfel gibt, maximal zwei Sorten Birnen und dazu alles gleich schmeckt? Zum anderen führt es zwangsläufig in eine Abhängigkeit. Mittlerweile sind 90 % des verkauften Saatguts in der EU Hybriden. 

 

Es gibt jedoch auch die Gallischen Dörfer. Ganz Gallien ist besetzt, ganz Gallien? Nein, ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf den Eindringlingen Widerstand zu leisten,...

 

Es gibt zuhauf Märkte die alte Sorten und Raritäten verkaufen. Die sind extrem wichtig für die Artenvielfalt und die  Unabhängigkeit von den Agrar-Giganten. Besonders erwähnenswerte ist hier der gemeinnützige Verein Arche Noah.

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Herbert (Montag, 27 April 2015 06:42)

    Toller Beitrag! Bitte mehr davon!! Lg Herbi

  • #2

    Claudia (Montag, 27 April 2015 20:26)

    muss das auf der Packung drauf stehen? Liebe Grüsse aus der Schweiz, Claudia

  • #3

    Kochchaot (Dienstag, 28 April 2015 21:43)

    Hallo Claudia,

    da habe ich eine Lady von Arche Noah in meiner Liste, ich mach mich mal schlau!